In guter Obhut? Ist das so?

Erstellt: Donnerstag, 05. April 2018

 

Wir wollen auf einen Tagungsbericht v. 11.01.2016 der Frau Kerstin Landua, Leiterin der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Difu (Deutsches Institut für Urbanistik) hinweisen, aus dem einmal mehr hervorgeht, "dass die Inobhutnahme kein Lebensort für Kinder und Jugendliche ist."

Der Bericht ist aus unserer Sicht mit Weisheiten und Erkenntnissen durchsetzt, die zu lesen jedem Familienrichter/in und jedem Jugendamtsmitarbeiter/in (jedenfalls nicht wenigen von ihnen) die Schamröte ins Gesicht steigen lassen müsste.

Die kleinsten Kinder bleiben am Längsten in der Inobhutnahme, was bindungstheoretisch sehr schwierig sei.

Befragt nach ihren psychotraumatischen Belastungen in der Inobhutnahme haben viele heftige negative Affekte: Die Kinder fühlen sich schlecht! In jedem zweiten Fall gibt es depressiv-ängstliche Beschwerden sowie eine Prävalenz für Suizidgedanken bei ca. 50%.

Den interessanten und sehr lesenswerten Bericht zu kennen, ermöglicht eine Gegenargumentation zu den oft wenig überzeugenden Gründen der die Inobhutnahme einleitenden Jugendämter:

SOS - Sieht die Inobhutnahme noch Land? Krisenintervention und Inobhutnahme in der Kinder- und Jugendhilfe

 
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