Alle Jahre wieder ...

Erstellt: Samstag, 23. Dezember 2017 Geschrieben von Gerald Emmermann
Eigentlich zu jeder Zeit, liest man bei Facebook die gleiche Leier (und nicht nur bei FB):
Väter kämpfen um ihre Kinder. 
Gegen deren Mütter, gegen die mitwirkenden Jugendämter und natürlich gegen eine Justiz, die -aus welchen Gründen auch immer- im Zweifel nach wie vor mütterfreundlich, anstatt kindeswohlorientiert entscheidet.
 
Während in einer unüberschaubaren Anzahl von Facebook-Gruppen zu Demonstrationen aufgerufen wird um die Erfahrung (die der Verein VAfK seit Jahren blind ignoriert) zu machen, dass diese Demos von niemandem weder zur Kenntnis genommen werden noch jemals irgendwelche Reaktionen bewirkt haben, macht der SPD Kindernachwuchs in Person von Andrea Nahles vor, dass mit Höflichkeit alleine ein Richtungswandel nicht zu erreichen ist: "Ab morgen kriegen sie (die Union) in die Fresse"!
 
Sie hatte es nicht ernst gemeint, korrigiert sie sich später und stellt dabei gleichzeitig die unausgesprochene Frage, wann die SPD überhaupt etwas -und wenn ja: was?- ernst meint!?
 
An Gelegenheiten und Anlässen mangelt es wahrlich nicht.
Man könnte sich bspw. daran machen dort, wo Familiengerichte mit der Anwendung oder Auslegung von Gesetzen offensichtlich überfordert sind, den Stümpern unter ihnen oder denen, die sich ihre Entscheidungen bewußt zu einfach machen und dadurch das Kindeswohl zu verletzen leichtfertig in Kauf nehmen, klare Anleitungen an die Hand zu geben. 
 
Schließlich laufen aber nicht nur Väter ihren Rechten hinterher.
Es sind auch Familien und immer öfter allein erziehende Mütter, denen deutsche Jugendämter in einer derart frechdreisten Weise die Kinder wegnehmen, dass sich der Verdacht auf eine willkürliche geschäftsmäßige Zusammenarbeit mit den sogenannten Trägern der Kinder- u. Jugendhilfe geradezu aufdrängt.
 
Inobhutnahmen sind die ultima ratio staatlicher Eingriffe in Familien.
Das stellt das BVerfG aufgrund zulässiger Verfassungsbeschwerden immer wieder ausdrücklich fest.
Scheinbar mit derselben Wirkung, die hinsichtlich den eingangs erwähnten immer wieder einfallslosen Demonstrationen der betroffenen Eltern und sonstigen Selbstdarstellern zuzuschreiben ist.
 
Dabei hat Frau Nahles (und Joschka Fischer schon lange vor ihr, nämlich im Mai 1976 als Steinewerfer) profane Alternativen aufgezeigt. Übrigens auch der Ex-Ministerpräsident von Hessen, Holger Börner, der Demonstranten mit der "Dachlatte" bekämpfen wollte.

Machen wir es ihnen doch einfach nach und hauen den Jugendämtlern und ihren Bütteln "in die Fresse", bewerfen sie mit Steinen oder benutzen Dachlatten zur Durchsetzung unserer Rechte, anstatt auf friedlichen Demos stumm und mit verweinten Gesichtern einfallslose Fähnchen und Plakate hoch zu halten .

Oder besser doch nicht?
Welche Instrumentarien sind am Wirksamsten und mit Blick auf die Menschenrechts-verletzungen durch staatliche Eingriffe noch verhältnismäßig?
(wird fortgesetzt)
 

 

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